Blumenkohl kochen: ganz 20, Röschen 8 Minuten
Ein ganzer Blumenkohl braucht 15 bis 20 Minuten im siedenden Salzwasser, Röschen sind schon nach 8 bis 10 Minuten gar. Im Backofen bei 200 °C werden Röschen in 20 bis 25 Minuten goldbraun.
Blumenkohl-Timer
Garzeiten für Kochen, Dämpfen und Backofen
| Methode | Temperatur | Röschen | ganzer Kopf |
|---|---|---|---|
| Kochen in Salzwasser | 100 °C, leicht siedend | 8–10 | 15–20 |
| Dämpfen | 100 °C Wasserdampf | 10–12 | 20–25 |
| Backofen, mit Öl auf dem Blech | 200 °C Ober-/Unterhitze | 20–25 | 45–60 |
| Blanchieren (Salat, Einfrieren) | 100 °C, danach Eiswasser | 3–4 | – |
| Mikrowelle mit 4 EL Wasser, abgedeckt | 600 W | 5–7 | 12–15 |
| Tiefkühl-Röschen, unaufgetaut | 100 °C Salzwasser | 5–6 | – |
Beim ganzen Kopf hängt die Zeit vor allem vom Durchmesser ab: Ein kleiner Kopf um 600 g ist nach 12–15 Minuten gar, ein schwerer über 1,2 kg braucht bis zu 25 Minuten. Wer Blumenkohl im Ofen röstet, sollte die Röschen in 1–2 cm dicke Scheiben schneiden – die flachen Schnittflächen bräunen besser als runde Röschen.
So gelingt Blumenkohl im Topf
- Putzen. Äußere Blätter entfernen, den Strunk unten so abschneiden, dass der Kopf steht, und braune Stellen wegschneiden. Für Röschen den Kopf vom Strunk her in gleich große Stücke teilen.
- Waschen. Kopf mit der Blüte nach unten 5 Minuten in kaltes Salzwasser legen – so lösen sich Erde und kleine Insekten aus den Zwischenräumen.
- Wasser aufkochen, pro Liter 1 Teelöffel Salz zugeben. Ein Schuss Milch oder ein Spritzer Zitronensaft hält den Blumenkohl weiß.
- Blumenkohl einlegen, beim ganzen Kopf mit dem Strunk nach unten. Den Timer starten, sobald das Wasser wieder siedet, und die Hitze zurückdrehen.
- Garprobe machen nach der kürzeren Zeit aus der Tabelle, dann abgießen und abtropfen lassen. Gekochter Blumenkohl nimmt sofort Butter, Semmelbrösel oder eine helle Sauce auf.
Garprobe
Stechen Sie mit einem spitzen Messer in den Strunk, die dickste Stelle: Es soll ohne Kraft bis zur Mitte gleiten. Bei Röschen genügt ein Gabeldruck auf den Stielansatz – gibt er nach, ohne dass das Röschen zerfällt, ist der Blumenkohl bissfest. Für Püree oder Auflauf darf er 2–3 Minuten länger garen.
Häufige Probleme
| Problem | Ursache | Abhilfe |
|---|---|---|
| Blumenkohl wird gelblich oder grau | Wasser zu alkalisch, zu lange gekocht | Milch oder Zitronensaft ins Wasser, Zeit einhalten |
| Röschen zerfallen | zu klein geschnitten oder sprudelnd gekocht | Stücke von 4–5 cm, nur leicht sieden lassen |
| Kopf außen weich, innen hart | Strunk zu dick | Strunk unten kreuzweise einschneiden oder Kopf vor dem Garen teilen |
| Starker Kohlgeruch in der Küche | lange Kochzeit setzt Schwefelverbindungen frei | kürzer garen, Dämpfen statt Kochen, Deckel während des Kochens weglassen |
Blumenkohl aus dem Backofen
Röschen mit 2 Esslöffeln Öl pro 500 g, Salz und Pfeffer mischen, auf ein Blech legen und bei 200 °C 20–25 Minuten rösten, nach der Hälfte wenden. Die Ränder werden dabei braun und süßlich, das Innere bleibt zart. Ein ganzer Kopf braucht bei derselben Temperatur 45–60 Minuten und sollte in den ersten 30 Minuten mit Alufolie abgedeckt sein, damit er innen durchgart, bevor er außen zu dunkel wird. Den 20-Minuten-Timer stellen Sie für die Röschen, den 10-Minuten-Timer für den Topf.
Der nahe Verwandte Brokkoli ist in der halben Zeit gar; beide lassen sich gemeinsam auf dem Blech rösten, wenn der Brokkoli 8 Minuten später dazukommt. Als Beilage passen Salzkartoffeln, die ähnlich lange kochen. Weitere Gemüsezeiten stehen unter Gemüse dämpfen und in der Übersicht Garzeiten.
Wie lange kocht man Blumenkohl für ein Püree?
Röschen 12 bis 14 Minuten kochen, bis sie sehr weich sind, dann abgießen, gut ausdampfen lassen und mit Butter pürieren. Zu viel Restwasser macht das Püree dünn.
Kann man Blumenkohl roh essen?
Ja, fein gehobelt oder in kleinen Röschen ist er roh bekömmlich und knackig. Empfindliche Menschen vertragen ihn blanchiert (3 Minuten) besser.
Warum stinkt Blumenkohl beim Kochen?
Beim Erhitzen zerfallen schwefelhaltige Senfölglykoside, und je länger gekocht wird, desto mehr davon entweicht. Kurze Garzeiten und Dämpfen halten den Geruch klein.